Geschichte

Die über 750-jährige Geschichte des Klosters Wurmsbach.

Der fast tausendjährige Zeitstrahl

Folgen Sie dem Zeitstrahl - von der Gründung des Zisterzienserordens zur Gründung und Geschichte unseres Klosters Mariazell Wurmsbach (fett gedruckt).

Die Fotos sind aus unserem Bernhardzyklus, Kreuzgangfenster von Edy Renggli.
 

1098 Gründung des Zisterzienserordens durch Robert von Molesme in Cîteaux, Burgund (Frankreich). Der Orden entsteht aus einer Reformbewegung des Benediktinerordens. 
1112 Bernhard tritt mit 30 Gefährten ins Kloster Cîteaux ein.
1127   Gründung des Zisterzienserklosters Wettingen AG, seit 1854 in Mehrerau, Bregenz (Österreich). Wurmsbach gehört heute zur Mehrerauer-Kongregation.
1153 Tod des Ordensvaters Bernhard von Clairvaux, *1090. Es bestehen bereits 343 Zisterzienserklöster.
1159 Gründung unserer Zisterzienserinnen-Abtei durch Graf Rudolf von Rapperswil.
Die Beginen-Gemeinschaft von Mariaberg am Albis beginnt in Wurmsbach nach der Benediktsregel und den Satzungen des Zisterzienserordens zu leben.
1281 Bau der Klosteranlage nach dem Zisterzienser-Bauplan.
Viele Zisterzienserklöster liegen an einem Gewässer. Wurmsbach entspricht weitgehend dem baulichen Idealplan der Zisterzienser.
1291 Einweihung der Klosterkirche.
1291 Gründung der Eidgenossenschaft (Uri, Schwyz und Unterwalden).
1400 Hochblüte des Zisterzienserordens mit europaweit über 1500 Männer- und Frauenklöstern. Um 1400 auf dem Gebiet der heutigen Schweiz: 22 Frauen- und 8 Männerklöster.
1500 Wurmsbach besitzt diverse Lehenshöfe.
1531 In der Zeit des Bildersturms wird die Muttergottes-Statue angeschwemmt, die heute in der Kirche steht.
1588 Bau des Gästehauses, heute Lichthof genannt.
  Reformationszeit: Viele Klöster in Europa werden aufgehoben.
17. Jht. Wesentlicher Umbau und Vergrösserung der Kirche.
1768 Bau des Zwiebeltürmchens.
1798 Franzoseneinfall im Linthgebiet: Die Schwestern müssen das Kloster für einige Wochen verlassen.
um 1840    Fast alle Schweizer Klöster werden während des Kulturkampfes aufgehoben.
1843 Eröffnung einer internen Mädchenschule.
1908 Schliessung der Wurmsbacher Mühle, die seit der Gründung bestand.
1959 700-Jahrfeier in Wurmsbach.
1962 Beginn des II. Vatikanischen Konzils, das bis 1965 dauerte.
1970 Eine innere und äussere Erneuerung von Kloster und Schule beginnt mit Äbtissin Clara Romer (1970-2000).
1972 Neubau von Schulhaus und Wohntrakt 1976.
1984 Renovierung des Kreuzgangs.
1992 Renovierung des Seeblicks "Alt-Insti".
1993 Impulsschule mit neuem Konzept: Oberstufe mit Niveaugruppen
1998 900-Jahrfeier des Zisterzienserordens - heute weltweit rund 62 Frauen- und 60 Männerklöster.
2003 Restaurierung der Klosterkirche und Eröffnung des Lichthofs für Gäste unter Äbtissin Monika Thumm.
2009 750-Jahrfeier des Klosters.
2010/11 Restaurierung der Klosteranlage.
2014 Neugestaltung des Klostergartens.
2016 12 Schwestern und eine Kandidatin gestalten die Gegenwart im Kloster Mariazell Wurmsbach.
Schweizer Zisterzienserklöster heute:

Eschenbach (LU), Frauenthal ZG, Magdenau SG, La Maigrauge FR, Wurmsbach SG und das Männerkloster Hauterive FR.

Neben der geistig-religiösen Reformanliegen hatte der Orden seit jeher eine Pionierrolle im wirtschaftlichen Sektor: Neuentwicklungen in Handwerk, Landwirtschaft, Architektur. Antwort auf die Nöte der Zeit gaben die Ordensleute auch im Bildungsbereich. In Wurmsbach bestand die wirtschaftliche Grundlage für lange Zeit in Ackerbau, Viehzucht, Mühlebetrieb und Gartenbau. Noch heute gehört zum Kloster der in Pacht gegebene Gutsbetrieb.

Während des Kulturkampfes wurde 1843 eine interne Mädchenschule gegründet. Eine ganzheitliche Bildung machten sich die Schwestern und weitere Lehrkräfte zur Hauptaufgabe. Bis heute in der Impulsschule.